Was FACHPACK ist, in zwei Zeilen
FACHPACK ist die führende europäische Messe für Verpackung, Verpackungstechnik und Prozesse: In Norimberga trifft sich die gesamte Wertschöpfungskette, von Materialien und Verpackungsmitteln über Maschinen und Etikettierung bis hin zu Automatisierung und nachhaltigen Lösungen. Der Turnus ist jährlich, mit einer Pause alle drei Jahre — 2026 fällt aus, weil es mit der interpack in Düsseldorf zusammenfällt; die nächste Ausgabe ist daher jene vom 21.-23. September 2027. In der Ausgabe 2025 waren 1.387 Aussteller in 11 Hallen vertreten, mit einem internationalen Anteil von 48 % (über 40 Länder) und einem Duo FACHPACK + POWTECH TECHNOPHARM, das rund 72.000 Fachbesucher anzog.
Der Punkt, den viele Aussteller unterschätzen: Auf der FACHPACK wird fast keine Kaufentscheidung direkt auf der Messe getroffen. Ein Packaging-Einkäufer, der eine neue Verpackungslinie, einen Folienlieferanten oder ein Etikettiersystem prüft, nimmt Angebote und Muster mit nach Hause und entscheidet dann in den folgenden Wochen gemeinsam mit Produktion, Qualität und Einkauf. Deshalb zählt die Art, wie Sie Ihre Leads verwalten und erneut kontaktieren, ebenso viel wie die Zahl der gesammelten Visitenkarten: Der Wert der Messe bemisst sich sechs Wochen später, nicht am Tag des Messeschlusses.
Was ausstellen, wo ausstellen
Die FACHPACK 2025 erstreckte sich über 11 Hallen mit einem stark thematisch gegliederten Layout. Die Karte zu kennen hilft dabei, sich dort zu positionieren, wo das richtige Publikum vorbeikommt:
- Hall 3 — Alternative Packaging Solutions mit dem Bereich SOLPACK 6.0 und der Speakers’ Corner: das Herzstück der alternativen Materialien, der Nachhaltigkeit und der Kreislaufwirtschaft.
- Hall 4 — Forum PACKBOX: Konferenz- und Contentprogramm, ideal, um Besucher in der aktiven Recherchephase abzufangen.
- Hall 7 — Labels & More, Converting meets Packaging und Forum INNOVATIONBOX: der Pol für Etikettierung, Converting und Druck, mit dem Forum für Produktinnovation.
- Pavillon Young Innovators / Newcomers: Raum für Start-ups und neue Aussteller, neugieriger und qualifizierter Verkehr.
Die Logik der Positionierung: Wählen Sie die Halle danach, wen Sie wirklich treffen möchten, nicht nur nach dem Standpreis. Wenn Sie nachhaltige Materialien oder recycelbare Monomaterialien verkaufen, bringt Sie die Hall 3 direkt neben die passenden Themenforen; wenn Ihr Angebot Etikettierung, Druck oder Converting ist, bündelt die Hall 7 Ihr natürliches Publikum. Praktischer Tipp: Positionieren Sie sich in der Nähe eines Forums oder eines Themenbereichs (PACKBOX, INNOVATIONBOX, SOLPACK 6.0) — ein Besucher, der aus einer Konferenz kommt, ist bereits im Bewertungsmodus und bleibt bereitwilliger stehen.
Besucherprofil
Das Publikum der FACHPACK erstreckt sich quer über alle Branchen, die Verpackungen einsetzen, mit einem klaren Übergewicht an technischen und einkaufsseitigen Profilen. In operative Begriffe für Ihren Stand übersetzt:
- Packaging-, F&E- und Qualitätsverantwortliche aus Food & Beverage (~30-35 %): das größte Segment, prüft Materialien, Linien und Nachhaltigkeit für die eigenen Produkte.
- Einkäufer und Techniker aus Pharma, Kosmetik und Chemie (~15-20 %): strenge Anforderungen an Rückverfolgbarkeit, Serialisierung und Konformität — hier vergrößert POWTECH TECHNOPHARM, wenn ko-lokalisiert, das Einzugsgebiet.
- Techniker und Verantwortliche für Produktion/Verpackung (~20 %): suchen Maschinen, Automatisierung und Etikettierung, oft mit operativer Entscheidungsbefugnis.
- Akteure aus Logistik und Intralogistik (~10 %): Fokus auf Transportverpackung, Palettierung und End-of-Line.
- Unternehmen aus Converting, Druck und Verpackungshersteller (~10-15 %): hier sind Sie zugleich Lieferant und Kunde, ideal für Partnerschaften.
- Retail und Hersteller von Konsum- und Industriegütern (Restanteil): bewerten Verpackung als Regal- und Kostenhebel.
In puncto Seniorität ist der deutsche Mix vorteilhaft: Viele Besucher kommen mit einem konkreten Projekt oder einem Lastenheft in der Hand, und ein relevanter Teil hat Unterschriftsbefugnis oder starken Einfluss auf den Einkauf. Die praktische Konsequenz: Es lohnt sich, jeden Kontakt bereits am Stand nach Rolle und Projektphase zu qualifizieren, denn der Unterschied zwischen einem Neugierigen und einem kaufbereiten Einkäufer ist hier groß.
Wie Sie sich in den 4 Wochen vor der Veranstaltung vorbereiten
Woche -4: Audit der Botschaft
Definieren Sie einen einzigen Satz, der erklärt, was Sie lösen und für wen, auf Deutsch und auf Englisch (auf der FACHPACK ist fast die Hälfte der Aussteller und ein großer Teil der Besucher international). Überprüfen Sie Grafiken, Totems und Materialien: Ein Besucher muss beim Vorbeigehen am Stand in drei Sekunden verstehen, ob Sie für sein Verpackungsproblem relevant sind. Bereiten Sie eine Pitch-Version für jedes Hauptprofil vor (Food, Pharma/Kosmetik, Converting, Logistik): Dasselbe Produkt erzählt man jemandem, der Nachhaltigkeit sucht, anders als jemandem, der Liniengeschwindigkeit sucht.
Woche -3: operatives Standplaybook
Legen Sie fest, wer was und wann macht. Bestimmen Sie Schichten, einen Verantwortlichen für die “heißen” Kontakte und eine klare Regel: Jedes nützliche Gespräch endet mit einem erfassten Lead, nicht mit einer Visitenkarte in der Tasche. Definieren Sie, wie Sie empfangen, wie Sie qualifizieren und wie Sie jeden Dialog abschließen. Bereiten Sie eine kurze Demo (maximal 3-4 Minuten) und eine zweite Vertiefungsebene für diejenigen vor, die echtes Interesse zeigen. Vereinbaren Sie im Voraus, wohin Sie die qualifiziertesten Leads führen möchten: einen Raum, einen Kaffee, einen dedizierten Slot am Stand.
Woche -2: Qualifizierungsformular mit 3 Fragen
Keine langen Fragebögen. Drei Fragen, die jede Person am Stand auf natürliche Weise stellen können muss:
- Welche Rolle hat er und für welches Unternehmen/welche Branche prüft er? (Food, Pharma, Converting, Logistik)
- Wie weit ist das Projekt? (schaut sich um, hat ein Budget, hat eine Frist)
- Was ist das konkrete Problem? (Kosten, Nachhaltigkeit, Liniengeschwindigkeit, Konformität)
Das sind die drei Angaben, die es Ihnen nach der Messe ermöglichen, ein Follow-up zu schreiben, das wie eine Antwort wirkt und nicht wie ein Flyer.
Woche -1: Integration mit dem CRM
Die Schwachstelle jeder Messe ist die Rückkehr: Stapel von Visitenkarten, die niemand überträgt. Richten Sie vor der Abreise den vollständigen Datenweg ein — jeder am Stand qualifizierte Kontakt muss direkt im CRM landen, mit dem Event-Tag (FACHPACK 2027), den Antworten auf die 3 Qualifizierungsfragen und einer Sprachnotiz derjenigen Person, die mit dem Kontakt gesprochen hat. Genau das ist die Logik, mit der Linkly arbeitet: Erfassung, Anreicherung, Qualifizierung und Follow-up, gesteuert von einer Sequenz aus 6 KI-Agenten, sodass die Leads, wenn Sie ins Büro zurückkehren, bereits geordnet und bereit sind, nicht zu entziffern. So funktioniert Linkly.
Lohnt sich die offizielle FACHPACK-App?
Ja, FACHPACK hat eine offizielle App (die FACHPACK App von NürnbergMesse), und sie ist nützlich — für den Besucher. Sie macht ihre Sache gut: Freitextsuche der Aussteller mit Watchlist, dynamischer Hallen- und Geländeplan, speicherbares Konferenzprogramm mit Erinnerungen und Kalendersynchronisation, gemeinsamer Login mit der FACHPACK-Website und sogar das Speichern des Parkplatzstandorts per GPS.
Was sie nicht tut, und genau das zählt für Sie als Aussteller: Sie exportiert die Leads nicht in Ihr CRM, sie reichert die Kontakte nicht mit Firmendaten an, sie qualifiziert nicht, wer am Stand vorbeigekommen ist, sie steuert das Follow-up nicht und liefert Ihnen keinen geordneten Report für den Vertrieb. Sie ist dafür gedacht, Messebesucher zu orientieren, nicht dafür, Ihre Pipeline aufzubauen. Und wie jede Veranstaltungs-App ändert sie sich mit jeder Ausgabe: Die Daten, die Sie dort sammeln, gehören nicht wirklich Ihnen und bleiben nicht in Ihrem Prozess.
Deshalb sind die offizielle App und ein Erfassungssystem in Ihrem Eigentum keine Alternativen, sondern zwei verschiedene Dinge. Die App hilft Ihnen, sich auf der Messe zu bewegen; Ihr System sorgt dafür, dass Sie bearbeitungsbereite Kontakte mit nach Hause nehmen. So funktioniert Linkly: ein einziger Fluss von der Badge-Scannung bis zum qualifizierten Lead im CRM.
Was während der 3 Messetage zu tun ist
Tag 1 (Dienstag, 21. September) — Eröffnung und Kalibrierung
Die Eröffnung dient dazu, die Maschine einzustellen. Der Andrang ist oft eher technisch und neugierig: Nutzen Sie den ersten Tag, um den Pitch zu verfeinern, zu verstehen, welche Fragen am häufigsten wiederkehren, und die Demo anzupassen. Erfassen Sie jeden Kontakt von Anfang an mit dem festgelegten System, auch wenn er “kalt” wirkt: Hier wird die Datenbasis aufgebaut. Machen Sie am Ende des Tages ein kurzes Team-Debriefing: Was funktioniert, welche Profile kommen, wohin die Aufmerksamkeit zu verlagern ist.
Tag 2 (Mittwoch, 22. September) — Höhepunkt und Entscheidungen
Es ist der Tag mit dem höchsten Verkehr und der größten Konzentration von Einkäufern mit realen Projekten. Halten Sie den Stand vollständig besetzt, reservieren Sie die besten Leute für die qualifizierten Gespräche und schützen Sie die Slots für die heißen Kontakte. Qualifizieren Sie mit Disziplin: wenige Fragen, erfasste Antworten, sofort nach jedem wichtigen Gespräch eine Sprachnotiz, solange die Erinnerung frisch ist. Es ist der Tag, an dem der Großteil der Pipeline entsteht.
Tag 3 (Donnerstag, 23. September) — Abschluss, weniger Verkehr, aber hohe Qualität
Am letzten Tag lässt der Andrang nach, aber wer eigens kommt, ist meist sehr gezielt unterwegs: Oft sind es Entscheider, die sich zum Schluss den Terminkalender freihalten. Nutzen Sie das für die langen Gespräche, um den nächsten Call zu vereinbaren und die aus den Vortagen offen gebliebenen Kontakte abzuschließen. Bevor Sie abbauen, prüfen Sie, dass jeder Lead mit Tag und Qualifizierung im CRM ist: Die Nachmessearbeit beginnt, während Sie noch in Norimberga sind.
Was in den 7 Tagen nach der Messe zu tun ist
Es gibt nur eine Regel: Wer zuerst antwortet, gewinnt. Auf der FACHPACK haben die Einkäufer mit Dutzenden Lieferanten gesprochen; wer sich als Erster meldet, mit einer relevanten Nachricht, startet mit Vorsprung.
- Innerhalb von 24 Stunden: Senden Sie ein personalisiertes Follow-up an die heißen Kontakte und nennen Sie das konkrete Problem, das am Stand aufkam. Wenn die Leads bereits mit Qualifizierungsantworten und Sprachnotiz im CRM sind, gewinnen Sie hier einen ganzen Tag gegenüber der Konkurrenz.
- Innerhalb von 7 Tagen: Senden Sie die versprochenen Materialien (Angebote, Muster, technische Datenblätter) und schlagen Sie einen Call oder einen Besuch vor. Es ist das Zeitfenster, in dem die Erinnerung an die Messe noch lebendig ist.
- Innerhalb von 14 Tagen: Kontaktieren Sie die lauwarmen Leads erneut mit wertvollem Content — einem Anwendungsfall aus ihrer Branche, keiner generischen Erinnerung.
- Innerhalb von 30 Tagen: Gehen Sie die gesamte Liste mit dem Vertrieb durch, qualifizieren Sie die realen Opportunities und archivieren Sie den Rest. Das ist der Moment, in dem Sie wirklich verstehen, was die Messe gebracht hat.
Der rote Faden: Erfassung am Stand, automatische Anreicherung der Firmendaten, strukturierte Qualifizierung und schnelles Follow-up. Wenn diese vier Schritte ein einziger Fluss sind — die Logik der 6 KI-Agenten von Linkly — hört die Nachmessephase auf, ein Wettlauf gegen die Zeit zu sein, und wird zu einer geordneten Sequenz.
Praktische FAQ
Was kostet es, auf der FACHPACK auszustellen?
Die Kosten hängen von der Halle, der Fläche und dem Standbau ab. Als Größenordnung für Messen in der Messe Nürnberg beginnt der Preis für die reine Fläche indikativ bei etwa 150-200 €/m², hinzu kommen Standbau, Dienstleistungen, Anmeldegebühr und verbrauchsabhängige Posten. Für einen kleinen, ausgestatteten Stand ist es realistisch, mit einigen Zehntausend Euro alles inklusive zu rechnen; die genauen Zahlen und offiziellen Preislisten sind bei NürnbergMesse anzufragen, da sie je nach Ausgabe und Warenkategorie variieren.
Welcher ist der beste Tag, um wichtige Kontakte abzuschließen?
Der zweite Tag (Mittwoch) bündelt den Verkehrshöhepunkt und die Einkäufer mit konkreten Projekten. Der dritte Tag hat weniger Andrang, aber oft eine höhere Qualität, mit Entscheidern, die vertiefte Gespräche suchen. Den ersten Tag nutzen Sie, um den Pitch zu kalibrieren und die Basis zu sammeln. Kurz gesagt: Mittwoch für das Volumen, Donnerstag für die Tiefe.
Registrieren sich die Besucher im Voraus oder vor Ort?
Ein Großteil des Fachpublikums registriert sich vorher online, oft mit einem an den Badge gekoppelten Ticket, und ein Teil kommt und registriert sich vor Ort. Für Sie ist der Zeitpunkt ihrer Registrierung wenig relevant: Wichtig ist, dass Sie bereit sind, sie am Stand zu erfassen. Verlassen Sie sich nicht auf die Besucherliste der Messe — Sie werden sie nicht mit den Daten erhalten, die Sie brauchen.
Gibt es eine Alternative zum Sammeln von Visitenkarten auf Papier?
Ja, und das ist der eigentliche Sprung. Das Sammeln auf Papier oder per Badge-Foto bedeutet stundenlanges Übertragen bei der Rückkehr, unvollständige Daten und Leads, die abkühlen. Ein digitales Erfassungssystem wie Linkly erfasst den Kontakt, reichert ihn mit den Firmendaten an, speichert die Qualifizierungsantworten und eine Sprachnotiz und schickt ihn mit dem Tag FACHPACK 2027 ins CRM, während Sie noch am Stand sind. So funktioniert es.
Lohnt es sich, in die Foren und Themenbereiche zu investieren?
Sich neben PACKBOX, INNOVATIONBOX oder SOLPACK 6.0 zu positionieren, fängt Besucher ab, die aus einer Konferenz kommen und bereits im Bewertungsmodus sind. Wenn Sie die Möglichkeit haben, als Speaker aufzutreten oder eine Innovation in den dafür vorgesehenen Bereichen zu präsentieren, ist das ein Multiplikator für Glaubwürdigkeit und qualifizierte Leads. Es ist nicht verpflichtend, aber bei gleichem Budget bringt es mehr als nur zusätzliche Fläche.
Seite aktualisiert im Hinblick auf die Ausgabe 2027. Für offizielle Informationen zu Terminen, Öffnungszeiten und Teilnahmebedingungen beziehen Sie sich stets auf die offizielle Website fachpack.de.